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Duay & Fils, Saxon

Betrieb

Grande Madame Egg

Produkte

Lebensmittel
vom Hof

Standort

Saxon

Auf der Suche nach neuen Produzenten und Anbietern fahre ich durch Saxon. Der Wind pfeift durch das offene Fenster, die Sonne strahlt und es ist heiss. Ein Geheimtipp sollte ich erfahren haben, verriet man mir. Geheimtipps sind sowas wie Elfmeter im Fussball. Die Chance auf einen Torerfolg besteht, das Tor wurde aber noch nicht erzielt. Vorfreude quasi.

So mache ich mich voller Vorfreude auf, suchte mich durch die Ortschaft. Dabei stieg die Aufregung. Nein. Es war kein Elfmeter und auch schauten keine zehntausende von Zuschauern zu. Und trotzdem fühlte ich dieses Goldgräbergefühl der Hoffnung.

Ich parkierte also den Peugeot (Berg-)Boxer und versuchte mich auf dem Areal zurechtzufinden. Immer wieder fuhren Fahrzeuge vor und luden Waren ein, warten auf sie.

Sie? Sie ist die Grand Madame Egg. Mit einer wahnsinnigen Aura ausgestattet, empfing sie mich und zeigte mir ihren Hof. Alles wollte sie wissen über die BergBox. Den Anfang, die Feedbacks und wie es weitergehen sollte. Sie sagte, sie sei müde und froh, dass die Rente bald eintrifft. Dieses „Digital“, das sei nichts mehr für sie.

Doch auf mich wirkte sie alles andere denn müde. Frisch, motiviert und voller Freude bei der Arbeit. Sie präsentierte mir zwar ihre Nachfolger, die bereit sind, das Erbe anzutreten und sagte: „Gut so. Es ist Zeit, das Zepter abzugeben.“ Es passte so gar nicht in dieses Bild. Und ich könnte mir gut vorstellen, dass sie noch lange ihre schützenden Hände über diesen Betrieb halten wird.

Der Elfmeter wird verwandelt. Der Schatz gefunden. Die Grande Madame zeigte mir ihre Erzeugnisse rund um die leuchtenden Peperoni, welche in diversen Farben leuchteten. Der dicke Lauch oder die Riesen-Gemüsezwiebeln – Wahnsinn. Es roch so, wie es im Paradies riechen muss.

Madame Egg erzählte mir von den Schwierigkeiten, den Hochwassern, der Dürreperioden und den Kälteeinbrüchen im Frühling. „Es ist nicht einfach“, sagt sie, um dann anzufügen: „das war es noch nie und wir fanden immer Wege zum Glück“.

Als ich das erste Mal die bestellten Waren abholte, legte sie mir einen handgeschriebenen Lieferschein in die Hände, der gleichzeitig die Rechnung darstellte. „Schau, dass du die Waren in 30 Tagen bezahlst – das wäre gut!“, sagte sie. „Denn normalerweise bezahlt man hier Cash, mein Sohn. Du weisst schon.“ Selbstverständlich bezahlen wir seither die Egg-Rechnung innert 24 Stunden. Ehrensache.

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